Über die Postleitzahl 35606
Solms liegt westlich von Wetzlar im Lahn-Dill-Kreis, eingebettet im Lahntal zwischen Ausläufern von Taunus und Westerwald auf Höhen zwischen 140 und 400 Metern. Die Stadt setzt sich aus den Stadtteilen Oberbiel, Niederbiel, Burgsolms, Oberndorf und Albshausen zusammen, wobei Oberbiel den größten Flächenanteil der Postleitzahl stellt.
Burgsolms war einst Stammsitz des solmsischen Grafen- und Fürstenhauses, das sich in die Linien Solms-Braunfels und Solms-Hohensolms-Lich teilte; ihre letzten Mauerreste wurden erst in den 1950er Jahren abgetragen. Die sogenannte Bieler Mark, zu der Oberbiel und Niederbiel gehören, findet 802 im Lorscher Codex erstmals Erwähnung, während für eine Kirche am Fluss Sulmissa, dem heutigen Solmsbach, schon 788 eine Schenkung an das Kloster Lorsch überliefert ist. Das 1803 säkularisierte Kloster Altenberg ging als Entschädigung für verlorene Besitzungen im Elsass an die Fürsten zu Solms-Braunfels über.
Nach einer wirtschaftlichen Blütezeit ab den 1860er Jahren führte eine Krise in den 1920er Jahren zum Ende mehrerer Bergwerke, darunter die junge Georgshütte in Burgsolms. Heute erinnert das Industrie- und Heimatmuseum in den ehemaligen Hollmann-Werken an diese Zeit, während das Besucherbergwerk Grube Fortuna in Oberbiel Einblick in den historischen Erzabbau gibt; in Albshausen stehen unter den Eichen tausendjährige Bäume. Im Gebiet der Postleitzahl leben 13.443 Menschen auf 33,9 km², das sind 397 je Quadratkilometer.
Bahnanschluss besteht in Albshausen und Burgsolms an der Lahntalbahn; Nachbarn sind Wetzlar, Aßlar, Braunfels, Ehringshausen, Leun und Schöffengrund.