Über die Postleitzahl 35630
Ehringshausen liegt im Unteren Dilltal zwischen Wetzlar und Herborn, dort wo die Lemp in die Dill mündet, im Naturpark Lahn-Dill-Bergland. Zur Gemeinde zählen neben der Kernstadt die Ortsteile Katzenfurt, Kölschhausen, Niederlemp, Daubhausen, Breitenbach, Dreisbach und Dillheim.
Der Name Katzenfurt geht nicht auf die Katze, sondern auf den germanischen Stamm der Chatten zurück; die dortige Furt durch die Dill war früh Teil eines Handelswegs zur Burg Greifenstein und wird 1233 erstmals mit einem Heinrich von Kaczenfurt urkundlich fassbar. Kölschhausen erscheint 1253 als Culshusen in einer Schenkung an das Kloster Altenberg und gründete nach der Reformation 1566 ein eigenständiges Kirchspiel, dem fünf Filialkirchen angehörten. 1685 siedelte Graf Wilhelm Moritz zu Solms-Greifenstein rund 150 aus Frankreich vertriebene Hugenotten in Daubhausen an, wo archäologische Funde schon eine Besiedlung zwischen 800 und 450 vor Christus vermuten lassen.
Dillheim war Sitz eines großen Kirchspiels mit zwölf Dörfern, wozu auch das fünf Kilometer entfernte Edingen zählte; Breitenbach findet sich bereits 778 im Lorscher Codex, Dreisbach 1299 in einer Urkunde des Klosters Altenberg. Auf dem Gebiet der Postleitzahl leben 9.348 Menschen auf 45,3 km², das ergibt 206 je Quadratkilometer.
Ehringshausen ist über die Autobahn 45 und die Bahnstrecke Siegen–Gießen erreichbar; Nachbarn sind Solms, Aßlar, Leun, Greifenstein, Mittenaar und Sinn.