Über die Postleitzahl 35641
Schöffengrund liegt im Lahn-Dill-Kreis in Hessen, im Naturpark Taunus zwischen Wetzlar im Norden und Braunfels im Westen. Die Gemeinde entstand 1971 durch den freiwilligen Zusammenschluss der Dörfer Laufdorf, Niederquembach, Niederwetz, Oberquembach, Oberwetz und Schwalbach; Verwaltungssitz ist das zentral gelegene Schwalbach.
Ihren Namen verdankt die Gemeinde einem mittelalterlichen Gerichtsbezirk, dem Quembacher Gericht: Auf einem Stein bei Oberquembach kamen einst die Schöffen der zugehörigen Dörfer zu ihren Sitzungen zusammen. In Laufdorf deuten keltische Flurnamen und Spuren von Eisenverhüttung auf eine frühe Besiedlung hin; der Ort selbst wird um 776 im Lorscher Codex als Lauptorf greifbar, zu einer Zeit, als aus der Gegend zahlreiche Schenkungen an das Kloster Lorsch gingen. Niederwetz wurde vom Wetzbach in zwei Ortshälften geteilt, die erst 1823 unter einem gemeinsamen Landrat zusammengeführt wurden; seine Kirche entstand nach einem Blitzschlag 1955 neu, nur der Chor des Vorgängerbaus blieb erhalten.
Auf 33,9 km² leben in Schöffengrund 6.478 Einwohnerinnen und Einwohner, umgerechnet 191 je Quadratkilometer.
Busverbindungen bestehen nach Wetzlar an der Dillstrecke und über Brandoberndorf nach Frankfurt; Nachbargemeinden sind unter anderem Wetzlar und Waldsolms.