Über die Postleitzahl 35647
Waldsolms liegt im Lahn-Dill-Kreis in Hessen, im östlichen Hintertaunus auf halbem Weg zwischen den Städten Wetzlar und Usingen; durch das Gemeindegebiet fließt der namensgebende Solmsbach. Die Gemeinde entstand 1971 aus dem Zusammenschluss von Brandoberndorf, Griedelbach, Hasselborn, Kraftsolms, Kröffelbach und Weiperfelden; Verwaltungssitz ist der Hauptort Brandoberndorf. Am höchsten Punkt des Lahn-Dill-Kreises grenzt die Gemeinde an Grävenwiesbach.
In Kröffelbach befindet sich mit dem koptisch-orthodoxen Kloster St. Antonius eine Anlage, deren Kirche samt Campanile ägyptischen Vorbildern nachempfunden ist; es gilt als bedeutendstes koptisch-orthodoxes Zentrum Europas und beherbergt zugleich ein theologisches Kolleg. Im Mittelalter stand hier eine Burg, bewohnt vom Adelsgeschlecht derer von Cröftel, das vermutlich der Pest zum Opfer fiel, wonach die Anlage verfiel. Im benachbarten Kraftsolms, dessen Name auf den Solmsbach zurückgeht und das 1319 erstmals als Craftsolmese erscheint, sorgte die Lage an der alten Hessenstraße lange für blühende Eisenverhüttung. Hasselborn wiederum geht auf eine Ansiedlung von Hugenotten zurück, die Fürst Walrad von Nassau-Usingen 1699 aus Glaubensgründen aufnahm.
Auf 44,6 km² kommen in Waldsolms 4.578 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 103 je Quadratkilometer.
Brandoberndorf ist über die Bahnstrecke Friedrichsdorf–Albshausen an Frankfurt angebunden, ein weiterer Halt liegt in Hasselborn; Nachbargemeinden sind unter anderem Schöffengrund und Braunfels.