Über die Postleitzahl 36381
Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis zählt zu den ältesten Siedlungsräumen im sogenannten Bergwinkel: Schon um 150 nach Christus wird mit Gauonarion eine namentlich bekannte Ansiedlung beim griechischen Geografen Ptolemäus erwähnt. Zur Postleitzahl gehören die Kernstadt und die Stadtteile Vollmerz, Elm, Hohenzell, Gundhelm, Wallroth, Hutten und Herolz, dessen erste urkundliche Erwähnung als „Heroldes hus“ auf das Jahr 1030 zurückgeht.
Das ehemalige Kloster Schlüchtern dient heute dem Ulrich-von-Hutten-Gymnasium und einer Kirchenmusikakademie; sein Klostergarten wurde 1992/93 teilweise wiederhergestellt. Im Stadtteil Elm erinnern die Burg Brandenstein mit Holzgeräte- und Sieboldmuseum sowie mehrere frühmittelalterliche Schenkungsurkunden aus dem Jahr 795 an die lange Geschichte des Orts, in Vollmerz liegen die Burgruine Steckelberg und das historistische Schloss Ramholz. Seit dem 12. Jahrhundert findet alljährlich der „Kalte Markt“ statt, meist am ersten Novemberwochenende. Zwischen 1997 und 2019 entstanden auf Schlüchterner Gebiet 42 Windkraftanlagen.
Auf 112,9 km² leben 15.585 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 138 je Quadratkilometer. Über die A 66 mit den Anschlussstellen Schlüchtern-Süd und -Nord ist die Stadt an Frankfurt und Fulda angebunden; Nachbarorte sind Flieden, Kalbach, Sinntal und Steinau an der Straße.