Über die Postleitzahl 36414
Unterbreizbach im unteren Ulstertal wird 1348 erstmals als „Gut zu Nedernbreytspach“ urkundlich erwähnt und war bis ins beginnende 20. Jahrhundert vor allem landwirtschaftlich geprägt. Namensgebend ist der Breizbach, der als linker Zufluss in die Ulster mündet und von den Einwohnern schlicht „die Bach“ genannt wird. Zur Gemeinde zählen die Ortsteile Pferdsdorf, Räsa und Sünna, dessen Kirche seit ihrer ersten Erwähnung im Jahr 1001 als befestigt gilt und noch Schießscharten in der Kirchhofsmauer zeigt.
Heute prägt die Kaliindustrie den Ort: Im Kernort verarbeitet eine chemische Fabrik der K+S AG das Rohsalz aus dem benachbarten Grubenbetrieb zu Düngemitteln, und zwischen den Ortschaften türmt sich eine ausgedehnte Kalihalde auf. Als Naturdenkmale stehen die sogenannte dicke Eiche am Kornberg und die über 150 Jahre alte Sophienlinde vor der Kirche unter Schutz.
Auf 30,1 km² zählt Unterbreizbach 3.310 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 110 je Quadratkilometer. Die Gemeinde grenzt an Philippsthal, Hohenroda, Vacha und Geisa.