Über die Postleitzahl 36419
Im Ulstertal der thüringischen Rhön liegt die Landstadt Geisa, deren denkmalgeschützte Altstadt sich auf einem Bergrücken zwischen den Flüsschen Ulster und Geisa erstreckt. Von 817 bis 1803 unterstand das Gebiet der Fuldaer Reichsabtei; dieses Erbe macht die Gegend um Geisa bis heute, zusammen mit dem Eichsfeld, zu einem der katholisch geprägten Landstriche im sonst evangelischen Thüringen. Zur Postleitzahl gehören außerdem die Gemeinden Schleid, Buttlar und Gerstengrund, die kleinste selbständige Gemeinde des Wartburgkreises.
Als einst westlichste Stadt des Ostblocks lag Geisa direkt an der innerdeutschen Grenze; die Gedenkstätte Point Alpha erinnert daran ebenso wie der 2009/10 vom Künstler Ulrich Barnickel gestaltete „Weg der Hoffnung“ mit vierzehn Metallskulpturen entlang des früheren Todesstreifens. Die spätgotische Stadtkirche St. Philippus und Jakobus entstand zwischen 1489 und 1504. In Schleid war einst die Burg Rockenstuhl vier Jahrhunderte lang Amtssitz der fuldischen Bischöfe, ehe sie um 1699 abgetragen wurde.
Auf 124,4 km² leben 6.973 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 56 je Quadratkilometer. Geisa grenzt unter anderem an Tann, Hofbieber, Rasdorf, Vacha und Unterbreizbach.