Über die Postleitzahl 38279
Am Ostfuß des Höhenzugs Hainberg, an der Innerste im Landkreis Wolfenbüttel, liegt die Gemeinde Sehlde, die den weit überwiegenden Teil der Postleitzahl 38279 bildet; ein kleiner Anteil entfällt auf den benachbarten Ortsteil Groß Heere der Gemeinde Heere. Sehlde gehört zur Samtgemeinde Baddeckenstedt.
Der Ort erscheint bereits 941 in der Stiftungsurkunde des Klosters Ringelheim als „selida“ unter dessen Besitztümern. Eine Urkunde von 1209 unterscheidet erstmals zwischen Groß Sehlde und dem etwa einen Kilometer südöstlich gelegenen Klein Sehlde, das ab dem 16. Jahrhundert nicht mehr gesondert erwähnt wird und wohl mit Sehlde zusammengelegt wurde. Rund 3,5 Kilometer westsüdwestlich im Hainberg liegt die Hubertuskapelle, eine 1733 vom Wohldenberger Amtsvogt Friedrich Anton Freiherr von Bocholtz in den Hilssandstein gehauene Felsenkapelle, die in den 1930er Jahren Schauplatz jagdlicher NS-Propagandaveranstaltungen war und bis heute Ziel eines jährlichen Gottesdienstes am Hubertustag ist. Die Ende des 17. Jahrhunderts errichtete Dorfkirche von Sehlde steht unter Denkmalschutz.
Die 20,9 km² große PLZ zählt 855 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 41 je Quadratkilometer. Die Bahnstrecke Börßum–Kreiensen durchquert das Gemeindegebiet; Nachbarorte sind Baddeckenstedt, Heere, Haverlah, Bockenem und Holle sowie Langelsheim im Landkreis Goslar.