Über die Postleitzahl 38275
Im Urstromtal der Innerste, südöstlich der Samtgemeinde Baddeckenstedt im Landkreis Wolfenbüttel, liegt die Gemeinde Haverlah mit ihren Ortsteilen Haverlah, Steinlah und Söderhof, die zusammen die Postleitzahl 38275 bilden. Nachbarn sind die kreisfreie Stadt Salzgitter im Osten und Süden sowie die Gemeinden Sehlde, Heere und Elbe.
Der Name Haverlah taucht erstmals 941 auf, als das Kloster Ringelheim in seiner Stiftungsurkunde Besitz unter der Bezeichnung „Haverlae“ auflistete; die heute übliche Schreibweise setzte sich erst 1740 durch. Der Ortsname geht auf die niederdeutsche Silbe „-loh“ für eine Lichtungssiedlung zurück. Bodenfunde belegen eine Besiedlung der Gegend bereits zwischen 5300 und 1500 vor Christus. Der Ortsteil Steinlah geht vermutlich auf die Zeit der Völkerwanderung zurück, urkundlich fassbar wird er aber erst 1239; von hier aus wurde einst der über den Salzgitter-Höhenzug führende Hellweg zu den Solequellen in Salzgitter-Bad gesichert. Über Generationen hinweg züchteten die Bewohner Steinlahs Kanarienvögel und verkauften sie bis in die 1930er Jahre überwiegend nach Übersee. Der Ortsteil Söderhof kam 1942 zu Haverlah, als Ausgleich dafür, dass das Bergwerk Haverlahwiese der neu gegründeten Stadt Watenstedt-Salzgitter zugeschlagen wurde.
Die 16,8 km² große PLZ zählt 1.518 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 90 je Quadratkilometer. Die Bundesstraße 6 von Hildesheim nach Goslar durchquert das Gebiet, das heute auch als Vorrangstandort für Windenergieanlagen dient.