Über die Postleitzahl 38368
Nordwestlich von Helmstedt, im Naturpark Elm-Lappwald, liegt die Postleitzahl 38368 über vier Gemeinden der Samtgemeinde Grasleben: Rennau mit den Ortsteilen Ahmstorf und Rottorf am Klei, dazu Grasleben, Mariental und Querenhorst, ergänzt durch das unbewohnte gemeindefreie Gebiet Mariental. Rennau bildet mit Ahmstorf und Rottorf die alten Hasenwinkeldörfer und liegt an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.
Geschichtlich reicht die Gegend weit zurück: Rennau wird 1022 in einer Hildesheimer Bischofsurkunde erstmals genannt, Grasleben um 1150 in einem Güterverzeichnis des Klosters St. Ludgeri, dem der Ort lange gehörte. Mariental-Dorf entstand um das 1138 gegründete Kloster Mariental, in dem Herzog Joachim Karl von Braunschweig-Wolfenbüttel beigesetzt wurde; der jüngere Ortsteil Mariental-Horst besteht erst seit 1945 auf dem Gelände eines aufgegebenen Fliegerhorstes. In Grasleben förderte einst die Allerthal-Werke AG Gummiwaren, heute betreibt K+S dort das aktive Steinsalzwerk Braunschweig-Lüneburg; während der NS-Zeit diente das dortige Salzbergwerk als Depot für Archivalien, darunter Tonmitschnitte von Reichstagssitzungen der Weimarer Republik.
Die Bundesstraße 244 verbindet Querenhorst und Mariental in Richtung der nahen Bundesautobahn 2. Auf 61,1 km² kommt die 38368 auf 4.466 Einwohnerinnen und Einwohner bei einer Dichte von 73 je Quadratkilometer. Nachbarort im Süden ist die Kreisstadt Helmstedt.