Über die Postleitzahl 38375
Am Nordostrand des Elms, im Quellgebiet der Schunter, liegt Räbke mit dem kleinen Ortsteil Schieren, Teil der Samtgemeinde Nord-Elm im Landkreis Helmstedt. Der Ort wird 1153 erstmals als Ridepe urkundlich erwähnt, Funde von Feuerstein- und Steinwerkzeugen belegen aber schon menschliche Spuren aus der Alt- und Mittelsteinzeit; 1950 kam bei Wasserleitungsarbeiten das Skelett einer vermutlich jungsteinzeitlichen Bestattung zutage.
Die Lage an der Schunter machte Räbke seit dem 13. Jahrhundert zu einem bevorzugten Mühlenstandort – 1939 zählte das Mühlenkataster noch sieben Wassermühlen im Ort. Im 18. und 19. Jahrhundert war Räbke sogar ein Zentrum der Papierherstellung: Mit sauberem Quellwasser und in der Nähe der papierbedürftigen Universität Helmstedt betrieben zeitweise vier von mindestens acht Wassermühlen im Ort eine Papierproduktion, mehr als irgendwo sonst im heutigen Niedersachsen auf so engem Raum. Das Dorfbild ist bis heute von zahlreichen Vierseithofanlagen aus dem 19. Jahrhundert geprägt, weshalb Räbke sich mit seinen Fachwerkhäusern von den Nachbardörfern abhebt; 1994 gewann der Ort den Landkreiswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, 2019 eine Silbermedaille im Bundeswettbewerb. Räbke diente außerdem als Drehort mehrerer Filme, darunter die Serie „Neues aus Uhlenbusch“.
Seit 2013 liegt Räbke an einem Jakobsweg mit Station in der Sankt-Stephani-Kirche, seit 2019 auch am Schunter-Radweg von den Quellen bis zur Mündung in die Oker bei Braunschweig. Auf 11,2 km² kommt die 38375 auf 785 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 70 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Warberg und Süpplingen.