Über die Postleitzahl 38373
An der Schunter, im Naturpark Elm-Lappwald, liegen die Gemeinden Süpplingen und Frellstedt, beide Teil der Samtgemeinde Nord-Elm mit Verwaltungssitz in Süpplingen. Für Süpplingen findet sich unter dem Namen Sophingi eine erste Nennung im Jahr 888, in einer Urkunde über einen Gütertausch; Frellstedt wird sogar schon 827 in der Chronik des Nachbardorfs Räbke genannt, damals noch getrennt als Groß- und Klein Frellstedt.
Aus Frellstedt ist ein ungewöhnlich detaillierter Hexenprozess von 1578 überliefert: Der dortigen Gesche Fricke wurde vorgeworfen, sich mit eingeschmiertem Stock in eine Krähe verwandeln und zum Blocksberg fliegen zu können, sie soll daraufhin mit ihren Mitbeschuldigten in Helmstedt verbrannt worden sein. 2018 kam bei Straßenarbeiten in Frellstedt ein vollständig erhaltener Knüppeldamm aus Eichenbalken zum Vorschein, der Nachforschungen zufolge aus dem Jahr 1790 stammt. Wirtschaftlich prägte beide Orte im 19. Jahrhundert die Zuckerverarbeitung: Ab 1885 stand in Frellstedt die Norddeutsche Zuckerraffinerie, deren Gelände heute Aminosäuren für die Pharma- und Nahrungsmittelindustrie herstellt, während bei Süpplingen von 1885 bis 1921 der Nordschacht Braunkohle förderte, die per Drahtseilbahn zur Raffinerie transportiert wurde.
Frellstedt liegt an der Bahnstrecke Braunschweig–Magdeburg mit eigenem Bahnhof, Süpplingen an der Bundesstraße 1. Auf 16,6 km² zählt die 38373 2.497 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 150 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Räbke und Warberg.