Über die Postleitzahl 38704
Liebenburg liegt im Landkreis Goslar in Niedersachsen, dort wo der südliche Salzgitter-Höhenzug ins Harzvorland übergeht, zwischen Salzgitter-Bad und der Gemeinde Schladen-Werla. Fast die gesamte Fläche der Postleitzahl liegt in dieser einen Gemeinde, zu der neben dem Kernort unter anderem Döhren, Othfresen, Dörnten, Ostharingen und Upen gehören.
Der Ort selbst entstand erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts als „Burgfreiheit Liebenburg“ – eine Siedlung von Bauleuten, Tagelöhnern und Handwerkern unterhalb der um 1292 errichteten und später verfallenen Burg. Weil der Fürstbischof von Hildesheim als Landesherr die Ansiedlung katholischer Familien förderte, besteht seit 1666 eine eigene katholische Pfarrgemeinde. Die zwischen 1292 und 1302 mit sieben Türmen erbaute Burg galt als eine der wehrhaftesten Anlagen des Harzvorlandes; Fürstbischof Clemens August ließ sie 1750 größtenteils abtragen und durch ein nie vollendetes barockes Jagdschloss mit Schlosskirche ersetzen, das bis heute in privater Hand ist. Im terrassierten Schlosspark steht ein Skulpturenpark aus Salzgitter-Stahl.
Die seit 1882 bestehende Nerven- und Pflegeklinik Dr. Fontheim prägt bis heute Teile des Ortsbildes, 1937 kam zudem das Dorf Lewe zur Gemeinde. Durch das westliche Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 6 zwischen Hildesheim und Goslar.
Auf 78,2 km² zählt Liebenburg 7.966 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 102 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Salzgitter, Schladen-Werla, Goslar und Langelsheim.