Über die Postleitzahl 38690
Vienenburg bildete bis zur Eingemeindung nach Goslar 2014 eine eigenständige Stadt und prägt mit seinen ehemaligen Ortsteilen Wiedelah, Weddingen, Lochtum, Lengde und Immenrode bis heute diese Postleitzahl. Die namensgebende Burg über den Sumpfgräsern der Radau entstand wohl aus dem Baumaterial der 1291 abgetragenen Harliburg; seit 1803 ist sie Domäne. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war Vienenburg ein bedeutender Eisenbahnknoten, sein Bahnhof gilt noch heute als eines der am besten erhaltenen historischen Empfangsgebäude Deutschlands.
Im Stadtteil Vienenburg liegt auch das Kloster Wöltingerode, 1174 als Benediktinerkloster gegründet und schon vor 1188 zum Zisterzienserinnenkloster gewandelt; heute dient es als Klosterhotel mit eigener Brennerei. In Wiedelah wurde zwischen 1292 und 1297 eine Wasserburg errichtet, ebenfalls aus dem Steinmaterial der Harliburg, während in Weddingen im 13. Jahrhundert der Deutsche Orden seine Goslarer Kommende ansiedelte – bis heute zeigt das Ortswappen das Ordenskreuz.
9.716 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 70,8 km², das ergibt 137 je Quadratkilometer. Über die A 36 ist die Gegend an die Landkreisgrenze zu Schladen-Werla angebunden.