Über die Postleitzahl 41516
Nördlich der Grevenbroicher Kernstadt liegen Neukirchen, Wevelinghoven, Hemmerden und Kapellen, die zusammen die weiträumige Postleitzahl 41516 bilden. Neukirchen, der nördlichste Ortsteil, ist erstmals 1081 belegt und gehörte bis zur Gebietsreform 1975 als eigenständige Gemeinde mit Orten wie Hülchrath, Mühlrath und Hoisten zum Kreis Grevenbroich. Ein Relikt der Neuzeit ist der Strategische Bahndamm zwischen Neukirchen und Hülchrath: Die Bahnlinie nach Bergheim wurde mit Damm und Brücken fertiggestellt, doch die Inflation der 1920er Jahre ließ die Finanzierung scheitern, sodass der Bau 1924 endgültig eingestellt wurde – heute dient die Trasse als Naherholungsgebiet.
Wevelinghoven war bis zur Gebietsreform 1975 eine eigenständige Stadt an der Erft; Funde der Badorfer und Pingsdorfer Keramik datieren die Ansiedlung in karolingische und ottonische Zeit, unbestätigten Quellen zufolge reicht die erste schriftliche Erwähnung sogar auf das Jahr 809 zurück. Hemmerden nimmt seinen Namen vom Hamarithi-Wald am Unterlauf der Erft; ein Kirchspiel ist hier bereits im 13. Jahrhundert bezeugt, und der Ortsteil Zweifaltern verdankt seinen Namen einem doppelten Schlagbaum, denn hier trafen einst die Gebiete von Dyck, der Deutschordensherrschaft Elsen und des kurkölnischen Wevelinghoven aufeinander. Kapellen schließlich gilt als zweitgrößter Stadtteil Grevenbroichs und geht der Überlieferung nach auf eine Rodungssiedlung des 9. Jahrhunderts zurück, urkundlich erwähnt ist der Ort seit 1155.
Auf 41,5 km² leben hier 21.777 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 525 je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen reichen bis nach Korschenbroich, Jüchen, Neuss, Dormagen und Rommerskirchen.