Über die Postleitzahl 41517
Im Süden von Grevenbroich, an der Grenze zum Braunkohlerevier, liegen Neurath, Frimmersdorf, Gustorf, Gindorf und Elfgen, die zusammen die Postleitzahl 41517 bilden. Neurath ist seit 1253 urkundlich erwähnt, Teile der örtlichen Pfarrkirche St. Lambertus reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Um 1880 lebte der Ort noch überwiegend von der Landwirtschaft in einer überschaubaren Zahl von Häusern, ehe die zufällige Entdeckung von Braunkohle beim Bau eines Brunnens 1858 ihn mit dem Tagebau wachsen ließ; heute steht hier das Kraftwerk Neurath, seit 2012 mit zwei zusätzlichen Blöcken das leistungsstärkste Kraftwerk Deutschlands, neben dem ein mit Kraftwerkswärme beheizter Gewächshauspark für Tomaten liegt.
Frimmersdorf ist seit 1210 sicher belegt, Ausgrabungen fanden zudem Gräber aus dem 7. Jahrhundert. Der Ort war eng mit dem Grafengeschlecht von Hochstaden verbunden, dessen bekanntester Vertreter, Erzbischof Konrad von Hochstaden, 1248 den Grundstein zum Kölner Dom legte. Gustorf wurde um 1070 als „Gotzhorpe“ erstmals genannt, Gindorf entstand vermutlich zur gleichen Zeit als Straßendorf entlang der heutigen Friedensstraße. Elfgen schließlich ist seit 1059 erwähnt, doch das ehemalige Gemeindegebiet im Elsbachtal ist infolge des Braunkohleabbaus heute unbewohnt und weitgehend naturbelassen. Neuenhausen gilt nach Überlieferung des Landdechanten Giersberg als älter als Grevenbroich selbst – seine Anfänge sollen bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen.
Insgesamt zählt dieser Teil von Grevenbroich 13.664 Einwohnerinnen und Einwohner auf 34,7 km², das entspricht 393 je Quadratkilometer. Der Bahnhof Gustorf an der Strecke Düren–Neuss verbindet den Ort mit Grevenbroich, Bedburg, Neuss und Düsseldorf.