Über die Postleitzahl 42477
Radevormwald, in ortsüblicher Kurzform auch „Rade“ genannt, gehört zu den ältesten Städten des Bergischen Landes und ist heute Mittelzentrum im Oberbergischen Kreis. Seit 2012 trägt die Stadt offiziell den Beinamen „Stadt auf der Höhe“; wirtschaftlich prägen sie klein- und mittelständische Betriebe aus Dienstleistung und produzierendem Gewerbe.
Von historischer Bausubstanz aus der Zeit vor der Industrialisierung ist in Radevormwald wenig übrig geblieben: Ein Stadtbrand im Jahr 1802 vernichtete sämtliche Gebäude innerhalb der Stadtmauern. Die zahlreichen Ortsteile im weiten Umland reichen dagegen deutlich weiter zurück. Ispingrade wurde bereits 1286 als „Ispelingrode“ erwähnt, Remlingrade 1183 und soll seinen Namen einer Rodung zu Ehren des heiligen Remigius verdanken; ab 1399 gehörte der Weiler mit seinen Höfen als eigenes Kirchspiel zum Amt Beyenburg. Honsberg wiederum entstand aus den beiden historischen Kernen Nieder- und Oberhonsberg und wurde 1514 erstmals in Kirchenrechnungen genannt.
Auch der Bahnverkehr hat Spuren hinterlassen: Der Ortsteil Heide, 1487 erstmals erwähnt, besaß vor der Stilllegung der Wuppertal-Bahn nach Wuppertal einen eigenen Haltepunkt. Wellringrade an der heutigen Bundesstraße nach Ennepetal wurde erstmals 1343 urkundlich genannt.
Auf 53,7 km² leben in der Stadt 21.411 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 399 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Hückeswagen, Wipperfürth, Ennepetal, Breckerfeld und Halver.