Über die Postleitzahl 42653
Gräfrath, der kleinste der fünf Solinger Stadtbezirke, macht mit einem kleinen Anteil von Wald fast die gesamte Postleitzahl 42653 aus.
Über Jahrhunderte prägte ein im 12. Jahrhundert gegründetes Augustinerinnenkloster den Ort und machte ihn zu einer der bedeutsamsten Städte des Bergischen Landes; im 19. Jahrhundert praktizierte dort zudem der weithin bekannte Augenarzt Friedrich Hermann de Leuw. Ihren Reichtum verdankte die Bevölkerung auch den Schleifkotten an den Gräfrather Bächen, die dank des abschüssigen Verlaufs der Itter besonders gute Wasserkraft boten. Weil man dem Stift zu Beginn des vierzehnten Jahrhunderts Gebeine der heiligen Katharina überließ, die als Schutzpatronin der Philosophen und Gelehrten galt, wurde Gräfrath in der Folge zu einem vielbesuchten Pilgerziel.
Die gut erhaltene Altstadt rund um den Marktplatz am Fuß der Klosterkirche stammt größtenteils aus dem 18. und 19. Jahrhundert und zählt heute zu den ausgewählten historischen Stadtkernen Nordrhein-Westfalens; die Stadtrechte selbst erhielt Gräfrath erst 1856. Der benachbarte Ortsteil Central ging aus einer Hofschaft im Außenbezirk hervor und wuchs bis zum Ersten Weltkrieg zum neuen Zentrum des damals noch eigenständigen Gräfrath heran, ehe beide 1929 gemeinsam nach Solingen eingemeindet wurden.
Auf 11,5 km² zählt das Gebiet 18.093 Einwohnerinnen und Einwohner, rechnerisch 1.575 je Quadratkilometer.