Über die Postleitzahl 47559
Direkt an der Grenze zu den Niederlanden bei Nijmegen liegt die Gemeinde Kranenburg im Kreis Kleve, die mit ihren Ortsteilen Frasselt, Mehr, Niel, Nütterden, Schottheide, Wyler und Zyfflich fast diese gesamte Postleitzahl bildet. Die Klever Grafen legten den Ort im 13. Jahrhundert planmäßig an; eine Burg ist ab 1270 belegt, 1294 erhielt Kranenburg das Stadtrecht. Ein 1308 dort aufgefundenes, als wundertätig verehrtes Kreuz machte Kranenburg zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort, bevor spätere Stadtbrände und Hochwasser den früheren Wohlstand wieder schmälerten.
Der Ortsteil Zyfflich, nur wenige Kilometer von Nimwegen entfernt, hat einen erheblichen Anteil niederländischer Bewohner und geht auf ein zwischen 1002 und 1021 von Graf Balderich von Drenthe gegründetes Kanonikerstift zurück. Wyler wurde bereits in römischer Zeit besiedelt, wie Grabfunde aus dem 7. und frühen 8. Jahrhundert aus einer Kiesgrube am Wylerberg zeigen. Nütterden, der bevölkerungsreichste der Kranenburger Ortsteile, wird schon 721 in einer Schenkungsurkunde erwähnt.
Die Postleitzahl erstreckt sich über 76,6 km² mit 10.836 Einwohnerinnen und Einwohnern, das ergibt 142 je Quadratkilometer. Weite Bereiche der Gemeinde sind bis heute kaum besiedelt: nach Süden hin schließt sich der Reichswald an, nach Norden die flache Rheinniederung der Düffel.