Über die Postleitzahl 47574
Goch am unteren linken Niederrhein im Kreis Kleve trägt seinen Namen wohl auf ein mittelniederdeutsches Wort für Auenlandschaft zurück und wird 1261 erstmals als Stadt bezeichnet, vermutlich unter Otto II. von Geldern. Diese Postleitzahl umfasst neben der Kernstadt die Ortsteile Asperden, Hassum, Hommersum, Hülm, Kessel, Nierswalde und Pfalzdorf. Die Herrschaft über Goch wechselte im Lauf der Jahrhunderte mehrfach: 1473 kam die Stadt an das Herzogtum Kleve, 1614 an Brandenburg-Preußen, zwischenzeitlich eroberten Niederländer und Spanier den Ort.
Pfalzdorf, eines der flächenmäßig größten Dörfer Deutschlands vor seiner Eingemeindung 1969, geht auf kurpfälzische Auswanderer zurück, denen die Stadt Goch 1741 einen Teil der Gocher Heide als Siedlungsgebiet zuwies – sie hatten eigentlich über Rotterdam nach Amerika reisen wollen. In Hülm wurde ein frühmittelalterliches Gräberfeld mit Bestattungen aus dem 7. und frühen 8. Jahrhundert erschlossen, während Kessel 2006 beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ eine Goldmedaille gewann. Seit 1847 findet zweimal jährlich der traditionelle Gocher Flachsmarkt statt.
Auf 115,0 km² leben 34.229 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 298 je Quadratkilometer. Goch grenzt an Kleve, Bedburg-Hau, Kranenburg, Uedem und die niederländische Grenze bei Gennep.