Über die Postleitzahl 47589
Die Gemeinde Uedem im Kreis Kleve liegt nahe dem unteren linken Niederrhein und wird urkundlich erstmals 863 als „in Odeheimero marca“ erwähnt – der Ortsname geht auf einen -heim-Namen zum Personennamen Udo zurück. Zu dieser Postleitzahl zählen neben der Kernstadt die Ortsteile Keppeln, Uedemerbruch und Uedemerfeld. Am 5. Januar 1359 erhielt Uedem erste Stadtprivilegien durch Graf Johann von Kleve, verlor die Stadtrechte jedoch nach der französischen Besetzung 1798 wieder.
Uedemerbruch entstand 1295, als Graf Dietrich von Kleve das sumpfige Gebiet gegen Erbpacht vergab und von holländischen Spezialisten trockenlegen ließ; die Siedlung erhielt damals ein eigenes Schöffengericht und behielt auch nach der Stadterhebung Uedems ihre rechtliche Sonderstellung. Im Uedemer Hochwald liegt eine europaweit einzigartige Ansammlung römischer Marschlager aus den ersten Jahrhunderten nach Christus, deren Wälle noch heute gut erkennbar sind. Im Februar 1945 tobte in der Umgebung Uedems die Schlacht im Reichswald, eine der schwersten Panzerschlachten der kanadischen Militärgeschichte.
Auf 60,6 km² zählt die Gemeinde 8.189 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 135 je Quadratkilometer. Uedem grenzt an Kalkar, Bedburg-Hau, Goch, Weeze und Sonsbeck.