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Kalkar im Kreis Kleve wurde am 20. Oktober 1230 von Graf Dietrich VI. von Kleve auf einer vom Rhein angeschwemmten Sandbank am Fuß des Monreberges gegründet – als von Anfang an planmäßig angelegte Stadt mit einem rechtwinkligen Straßengitter, das auf historischen Stadtansichten aus dem späten 16. Jahrhundert noch gut zu erkennen ist. Grundlage des wirtschaftlichen Aufschwungs um 1500 war die Wollweberei, begünstigt durch die Schafzucht auf der nahen Gocher Heide; die größten Bauvorhaben der Stadt waren um 1450 abgeschlossen.
Der Ortsteil Appeldorn im Südosten wurde im Frühjahr 1945 während der Schlacht im Reichswald schwer in Mitleidenschaft gezogen und ist heute unter anderem Standort einer Zuckerfabrik. Bekannt wurde Kalkar zudem durch den 1973 im Ortsteil Hönnepel begonnenen Bau des Schnellen Brüters, eines nie in Betrieb genommenen Kernkraftwerks, auf dessen Gelände heute der Freizeitpark „Wunderland Kalkar“ liegt. Seit 1969 ist die Stadt zudem Bundeswehrstandort.
14.011 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 87,8 km², das entspricht 160 je Quadratkilometer. Kalkar grenzt an Kleve, Bedburg-Hau und Uedem sowie über den Rhein an Rees und Xanten.