Über die Postleitzahl 51570
Windeck im östlichen Rhein-Sieg-Kreis entstand erst 1969 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Herchen, Dattenfeld und Rosbach und erstreckt sich seitdem beiderseits der Sieg über zahlreiche Dörfer wie Altwindeck, Au, Dreisel und Geilhausen.
Menschen jagten hier schon vor dem Ende der letzten Kaltzeit: Ein bei Dreisel gefundener „Retuscheur“, ein Stein zur Bearbeitung anderer Steine, wird auf die Zeit um 11000 vor Christus datiert und trägt auf beiden Seiten Tiergravuren, von denen eine als Elchkuh erkennbar ist. Die spätere Geschichte ist eng mit der Burg Windeck verbunden, die von den Grafen von Thüringen und den Kölner Erzbischöfen über die Grafen von Sayn schließlich an das Herzogtum Berg kam und dort ein eigenes Amt Windeck bildete. Unter napoleonischer Herrschaft wurden die Mairien Dattenfeld und Rosbach zu einer Munizipalität zusammengelegt, deren Sitz auf Burg Mauel lag. Im Zweiten Weltkrieg traf es vor allem Rosbach schwer: Vermutlich wegen einer dort stationierten Waffen-SS-Einheit griffen am 2. Februar 1945 zwanzig britische Bomber den Ort an. Der namensgebende kleine Ort Windeck selbst heißt seit der Gemeindegründung Altwindeck, um Verwechslungen zu vermeiden.
Auf 106,8 km² zählt Windeck 19.208 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 180 je Quadratkilometer. Nachbargemeinden sind Waldbröl im Norden und Morsbach im Osten.