Über die Postleitzahl 53227
Oberkassel am Rand des Siebengebirges ist für einen archäologischen Sensationsfund bekannt: 1914 entdeckte man dort in einem Steinbruch das Doppelgrab von Oberkassel, den ältesten Fund des modernen Menschen in Deutschland. Der Ortsname selbst reicht als „Cassele“ bis 722/723 zurück und geht wohl auf ein keltisches Wort für Sumpf oder Moor zurück. Bis 1964 wurde in Oberkassel Wein angebaut, und die zugehörigen ehemals selbstständigen Siedlungen Berghoven, Büchel, Broich und Meerhausen reichen mit ihren ersten Erwähnungen ins 9. bis 15. Jahrhundert zurück.
Ramersdorf, ebenfalls Teil dieser Postleitzahl, wird bereits im 9. Jahrhundert erstmals urkundlich genannt; das Bonner Cassius-Stift besaß dort Ländereien, die 1136 päpstlich bestätigt wurden. Die um 1230 gestiftete Kommende des Deutschen Ordens wird heute als Hotel genutzt. Seit der Eingemeindung 1969 und der Anbindung ans linksrheinische Regierungsviertel über eine neue Brücke der Autobahn 562 wuchs der Ortsteil stark; zur Bundesgartenschau 1979 entstand hier ein Teil des Landschaftsparks Rheinaue. Kleinere Anteile der PLZ liegen zudem in Limperich, Küdinghoven und Beuel-Ost.
Die PLZ 53227 erstreckt sich über 10,0 km² mit 17.536 Einwohnerinnen und Einwohnern, das entspricht 1.747 Personen je Quadratkilometer.
Im Süden grenzt das Gebiet an Königswinter, nordwärts schließen sich die Beueler Postleitzahlen 53225 und 53229 an.