Über die Postleitzahl 53229
Nördlich des Siebengebirges, im Ennert gelegen, prägte im Ortsteil Holzlar einst der Bergbau die Landschaft: Ab 1757 wurde hier Braunkohle abgebaut, und die Brüder Leopold und Abraham Bleibtreu erhielten 1806 sogar eine Konzession zur Gewinnung von Alaun aus dem Kohleflöz. Von den einst drei Alaunhütten sind noch das heutige Verwaltungsgebäude, ein Wasser-Reservoir und Aufschüttungen einer früheren Lorenbahn erhalten, an die heute ein Geschichtsweg erinnert. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1394 als „Hultzelar“.
Ähnlich alt ist Holtorf, dessen Ortskern Oberholtorf Reste einer romanischen Saalkirche aus dem 11. Jahrhundert über merowingischen Vorgängerbauten freigab; am Westhang der Holtorfer Hardt fanden sich zudem Hügelgräber aus der Zeit um 4000 vor Christus. Auch hier betrieb die Firma Bleibtreu im 19. Jahrhundert Braunkohle- und Alaunabbau. Im benachbarten Pützchen-Bechlinghoven legten Archäologen seit 2007 eine der größten bekannten merowingerzeitlichen Siedlungen Deutschlands frei, mit bislang 94 nachgewiesenen Gebäudegrundrissen auf dem nicht überbauten Gelände beiderseits der Bundesstraße 56. Weitere Anteile der PLZ liegen in Vilich-Müldorf, Hoholz, Küdinghoven und Vilich.
Die PLZ 53229 umfasst 13,1 km² mit 24.473 Einwohnerinnen und Einwohnern, entsprechend 1.862 Personen je Quadratkilometer.
Im Osten grenzt das Gebiet an Königswinter und Sankt Augustin.