Über die Postleitzahl 53925
Die Gemeinde Kall im Kreis Euskirchen liegt dort, wo sich gedachte Linien von Köln, Aachen und Trier nahezu treffen, am Übergang zur Nordeifel. Der Kallbach mündet hier in die Urft, und ausgedehnte Waldgebiete umgeben den Ort. Namensgebend für neuere Baugebiete ist ein durch Aufschlüsse zutage tretendes Buntsandsteinmassiv, das die Kaller schlicht „Fels“ nennen.
Die heutige Gemeinde entstand 1969 durch den Zusammenschluss mehrerer bis dahin selbstständiger Orte wie Sistig, Sötenich, Urft und Wahlen, wobei Teile davon 1972 an Hellenthal und Mechernich abgegeben wurden. Im Ortsteil Keldenich fand man keltische Waffen und Gebrauchsgegenstände sowie Münzen aus vorchristlicher Zeit; die dortige Burg wurde vermutlich vor 1269 errichtet und 1630 letztmals verlehnt. In Krekel steht seit 1435 urkundlich eine Kirche, die 1858 zur Pfarrkirche erhoben wurde. Das Starkregenereignis im Juli 2021 traf Kall schwer und beschädigte auch das Bahnnetz.
Auf einer Fläche von 65,7 km² leben 11.054 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 168 je Quadratkilometer. Der Bahnhof Kall an der Eifelstrecke Köln–Trier verfügt über ein Infocenter zum Nationalpark Eifel und bindet den Ort im Halbstundentakt nach Köln an. Nachbargemeinden sind Mechernich, Schleiden, Hellenthal und Nettersheim.