Über die Postleitzahl 53947
Nettersheim liegt im Deutsch-Belgischen Naturpark Nordeifel, dort wo die Erft im Ortsteil Holzmülheim entspringt und der Genfbach in die Urft mündet. Die Gemeinde entstand 1969 aus elf zuvor selbstständigen Orten, ihr Verwaltungssitz liegt in Zingsheim. 1990 zeichnete die Deutsche Umwelthilfe Nettersheim als „Bundeshauptstadt des Naturschutzes“ aus, und bis heute prägen zahlreiche archäologische Bodendenkmäler aus römischer Zeit die Gemarkung.
Besonders reich an Funden ist die Umgebung: An der Grenze zur Nachbargemarkung Weyer liegt der Kartstein mit steinzeitlichen Funden, bei Holzmülheim wurden Feuerstein-Artefakte aus der Altsteinzeit entdeckt. Marmagen, ältester Ort des ehemaligen Landkreises Schleiden, geht auf den römischen Vicus Marcomagus an der Straße Trier–Köln zurück und entwickelte nach 700 Jahren als Klosterdorf der Abtei Steinfeld eine ausgeprägte Handwerkskultur. Im Wald zwischen Pesch und Nöthen liegt ein römischer „Heidentempel“ zur Verehrung der Matronae Vacallinehae. Wirtschaftlich nutzt die Gemeinde die fruchtbaren Flächen der Sötenicher und Blankenheimer Kalkmulde für die Landwirtschaft, große Teile der übrigen Fläche sind Wald.
Auf 94,2 km² kommen 7.930 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 84 je Quadratkilometer. Der Bahnhof Nettersheim liegt an der Eifelbahn Köln–Euskirchen–Gerolstein–Trier. Nachbargemeinden sind Mechernich, Bad Münstereifel, Kall, Hellenthal, Blankenheim und Dahlem.