Über die Postleitzahl 54455
Serrig, das fast vollständig die Postleitzahl 54455 im Landkreis Trier-Saarburg ausfüllt, liegt bei Saarburg direkt an der Saar und gehört zur Verbandsgemeinde Saarburg-Kell. Eine im Jahr 949 belegte Namensform des Ortes deutet auf eine Besiedlung schon in keltischer Zeit hin, im Zusammenhang mit der befestigten Bergsiedlung auf der gegenüberliegenden Saarseite, dem heutigen Kastel-Staadt; auch römische Spuren wurden gefunden, darunter das sogenannte Widderthäuschen, ein Grabmal aus dem 2. oder 3. Jahrhundert am saaraufwärts gelegenen Ortsende.
Mit den südlichsten Weinbergen an der Saar gilt Serrig als „Tor zum Saarwein“: Elf Betriebe bewirtschaften eine Rebfläche, auf der zu über 90 Prozent Riesling wächst. Das Ortsbild prägen die katholische Pfarrkirche St. Martin von 1895, das hoch gelegene Schloss Saarfels, eine ehemalige Sektkellerei, sowie Schloss Saarstein und die frühere staatliche Weinbaudomäne inmitten der Weinberge. Bis in die 1980er-Jahre wurden die Anbauflächen mit einer Feldbahn bewirtschaftet, die als Museumsbahn erhalten blieb. Im Hofgut Serrig, einer Außenstelle der Lebenshilfe-Werke Trier, arbeiten und wohnen Menschen mit und ohne Behinderung und produzieren ökologisch Fleisch, Obst, Beeren und Gemüse.
Auf 17,6 km² zählt die 54455 1.620 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 92 je Quadratkilometer. Serrig liegt an der Bundesstraße 51 zwischen Mettlach und Trier und ist Regionalbahn-Station an der Strecke Saarbrücken–Trier; Nachbarn sind Zerf, Saarburg und Irsch.