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Im waldreichen Naturpark Saar-Hunsrück, am Großbach und an der Ruwer, liegt der staatlich anerkannte Erholungsort Zerf, dessen Name in einer Urkunde Karls des Großen von 802 als „Cervia“ erscheint. Im Zerfer Fürstengrab fanden sich Bronzegefäße und Goldschmuck etruskischen Ursprungs, dazu Ruinen römischer Landhäuser mit Münzen, Schmuck und Waffen. Das Trierer Stift St. Paulin blieb bis 1802 größter Gutsherr im Ort, der sich aus Niederzerf, Oberzerf und Frommersbach zusammensetzt; die Hunsrückhöhenstraße trifft hier auf eine weitere Bundesstraße.
Im benachbarten Greimerath, urkundlich 981 als „Grimolderode“ belegt, zeugt ein keltischer Schutzwall am „Köpfchen am Kälberborn“ von noch früherer Besiedlung; ein römischer Grabstein von etwa 300 nach Christus kam 1889 ins Rheinische Landesmuseum Trier. Ungewöhnlich ist die Geschichte von Vierherrenborn: Die Gemeinde entstand erst 1954 nach rund zwanzigjähriger Rodungs- und Siedlungsarbeit auf zuvor kaum nutzbarem Öd- und Heckenland und zählt damit zu den jüngsten Gemeinden von Rheinland-Pfalz. Hentern wiederum war schon zur Römerzeit besiedelt, wie die Mauerreste einer Villa rustica nahe der Kirche belegen, und gehörte 1946 kurzzeitig zum Saargebiet, ehe es 1947 zu Rheinland-Pfalz zurückkam.
Auf 64,1 km² leben 3.736 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 58 je Quadratkilometer – eine der am dünnsten besiedelten PLZ der Region. Nachbarorte sind Pluwig, Konz, Irsch, Serrig und Wiltingen.