Über die Postleitzahl 56203
Im Kannenbäckerland des Westerwaldkreises, am Rande des Naturparks Nassau, liegt Höhr-Grenzhausen, die fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl ausmacht. Die Stadt entstand erst 1936 aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Höhr, Grenzhausen und Grenzau, wobei Grenzhausen schon 1281 erstmals urkundlich erwähnt und 1346 zur Stadt erhoben worden war. Seit 2025 gehört Höhr-Grenzhausen dem weltweiten Netzwerk der UNESCO Creative Cities an – als erste Kleinstadt weltweit mit diesem Titel.
Die Beinamen „Kannenbäckerstadt“ verdankt der Ort seiner keramischen Industrie, für die es mit einer eigenen Fachhochschule und dem Keramikmuseum Westerwald einen der bedeutendsten Standorte in Deutschland gibt. Neben rund zwanzig kleineren, meist in Familienhand geführten Keramikbetrieben zählt die Steuler-Gruppe mit etwa 600 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern. Im Stadtteil Grenzau, benannt nach der gleichnamigen Burg, ist der Tischtennis-Bundesligist TTC Zugbrücke Grenzau beheimatet, zusammen mit dem rheinland-pfälzischen Olympiastützpunkt für diese Sportart.
Auf 16,0 km² leben 9.253 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 579 je Quadratkilometer entspricht. Durch die Stadt führt der Deutsche Limes-Radweg, der über 818 Kilometer von Bad Hönningen bis Regensburg reicht. Nachbarn der Postleitzahl sind Bendorf und Vallendar im Norden, Hillscheid und Hilgert im Osten sowie Ransbach-Baumbach im Süden.