Über die Postleitzahl 56812
Cochem an der Mosel gilt als die kleinste Kreisstadt Deutschlands und ist Sitz der Kreisverwaltung Cochem-Zell. Zur Kernstadt zählen die Stadtteile Cond, Sehl und Brauheck; außerhalb der Stadt liegen die Weinorte Valwig und Dohr.
Erstmals wird der Ort 866 als Cuchuma erwähnt; seine Stadtrechte erhielt er 1332, kurz darauf entstand die noch heute sichtbare Stadtbefestigung. Sehl, auf der linken Moselseite gelegen, liegt dem ältesten der vier Stadtteile, Cond, gegenüber; in Sehl wurde 1999 bei Restaurierungsarbeiten ein Fachwerkhaus mit intaktem Gebälk aus dem Jahr 1374 entdeckt, eines der ältesten der ganzen Moselregion. Die dortige Sankt-Antonius-Kapelle wird wegen ihrer spätgotischen Chorform auch „Sehler Dom“ genannt. In Valwig gilt die zwischen 1823 und 1827 erbaute Pfarrkirche als erste neuromanische Kirche Deutschlands; das kleine Dohr wurde erstmals 1210 urkundlich genannt. Der Weinbau, einst Haupterwerb der Region, ist seit Jahrzehnten stark zurückgegangen und hat weiten Steillagen ihr früheres Landschaftsbild genommen.
Auf 31,4 km² kommen 6.049 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 192 je Quadratkilometer.
Nachbarorte sind unter anderem Treis-Karden, Klotten und Ellenz-Poltersdorf; die Vorwahl lautet 02671.