Über die Postleitzahl 60435
Am Nordostrand Frankfurts, im Ortsbezirk Nord-Ost, setzt sich die Postleitzahl 60435 vor allem aus Berkersheim, Preungesheim und Eckenheim zusammen.
Berkersheim gilt nach Flughafen und Bahnhofsviertel als drittkleinster Frankfurter Stadtteil und wirkt mit seinem dörflichen Charakter untypisch für eine Großstadt – bis in die 2000er Jahre kam er ganz ohne Ampel aus. Im ersten Jahrhundert gehörte die Gemarkung zur römischen Stadt Nida, ehe der Limesfall Ende des 3. Jahrhunderts die Grenze an den Rhein zurückverlegte. Die Michaeliskirche stammt von 1766, ein Denkmal erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, und seit 2011 spielt im Saal der Gaststätte „Zum Lemp“ das freie Theater Lempenfieber. Bahnanschluss erhielt der Ort schon 1850 durch die Main-Weser-Bahn.
Preungesheim, dessen Name auf einen fränkischen Siedler namens Bruning zurückgeht, erscheint 772 erstmals als Bruningesheim im Lorscher Codex und wandelte seine Schreibweise seither mehrfach. Die Reformation setzte sich hier Mitte des 16. Jahrhunderts durch, 1548 wird erstmals ein evangelischer Pfarrer genannt; nach napoleonischer Zeit gehörte der Ort zeitweise zum Fürstentum Hanau und zum Großherzogtum Frankfurt. Seit 2015 zeigt ein kleines Stadtteilmuseum an der Kreuzkirche die Ortsgeschichte.
Eckenheim, urkundlich schon 795 als Eccinheim erwähnt, gehörte mit seinen Wäldern zum königlichen Jagdgebiet Wildbann Dreieich. Auf 8,1 km² kommen 31.900 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 3.941 je Quadratkilometer.