Über die Postleitzahl 60437
Ganz im Norden Frankfurts, an der Grenze zur Wetterau und zum Taunus, vereint die weiträumige Postleitzahl 60437 die ehemals selbstständigen Dörfer Nieder-Erlenbach, Nieder-Eschbach, Harheim, Kalbach sowie Anteile von Riedberg und Bonames.
Nieder-Erlenbach ist seit 1972 der nördlichste Stadtteil der Stadt. Ein frühmittelalterliches Gräberfeld, genutzt vom späten 6. bis ins 8. Jahrhundert, deutet auf eine Siedlung schon in merowingischer Zeit hin; um 780 taucht der Ort als Arilbach im Lorscher Codex auf, als eine Frau Meginburc dem Kloster Lorsch ihren Besitz samt vier Leibeigenen vermachte. Ab 1376 übte die Reichsstadt Frankfurt hier die Herrschaft aus, im 17. Jahrhundert zerstörten Brände den Ort 1602 und 1677 fast vollständig.
Harheim, urkundlich 786 als Horeheim erwähnt, gehörte über Jahrhunderte wechselnden Herren – den Grafen zu Stolberg, dann Kurmainz, später Nassau –, ehe es 1972 gegen den Widerstand der Bevölkerung nach Frankfurt eingemeindet wurde. Kalbach wiederum verbindet die Überlieferung mit dem Leichenzug des heiligen Bonifatius, der hier 754 auf dem Weg von Mainz nach Fulda gerastet haben soll; seit den 1990er Jahren wuchs südlich davon die Großsiedlung Riedberg heran. In Nieder-Eschbach belegen Funde eine Besiedlung schon um 6000 v. Chr. und eine römische Ansiedlung zwischen 85 und 265 n. Chr.; die Honigwiesen bergen mit einer Furt die letzte ihrer Art in Frankfurt.
Auf 25,0 km² kommen 33.447 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 1.338 je Quadratkilometer.