Über die Postleitzahl 64747
Breuberg im nördlichen Odenwald, Odenwaldkreis, entstand erst 1971 aus fünf zuvor selbständigen Dörfern und nahm den Namen der zentral gelegenen Burg an. Zur Postleitzahl 64747 zählen die Stadtteile Rai-Breitenbach, Neustadt, Hainstadt, Sandbach und Wald-Amorbach, wobei Sandbach als größter Stadtteil Sitz der Stadtverwaltung ist.
Die Burg Breuberg selbst, deren Kernburg im 12. Jahrhundert entstand und die seither immer wieder erweitert wurde, zählt zu den besterhaltenen Burganlagen Deutschlands. In ihrem Schatten entwickelte sich Neustadt, dem Kaiser Karl IV. 1378 das Marktrecht verlieh und das seither Handwerkern und Burgbediensteten als Wohnort diente. Älter noch ist Sandbach, dessen Kirche bereits 770 erwähnt wird und in der seit dem 15. Jahrhundert Angehörige der Grafen von Wertheim bestattet wurden; hier führte Gräfin Barbara zu Wertheim 1537 die Reformation ein. Wald-Amorbach, der kleinste und älteste Stadtteil, ist seit 1286 urkundlich belegt, während bei Rai-Breitenbach 1919 mit dem sogenannten Raibacher Bild ein seltener, wohl keltischer Fund aus dieser Gegend Odenwalds ans Licht kam.
An der Mümling-Aue erinnert ein Skulpturenpark mit 32 Sandsteinfiguren an ein jährliches Bildhauertreffen, und im Stadtteil Hainstadt lädt ein alter Steinbruch heute zum Klettern ein. 7.209 Menschen leben auf 30,9 km², das ergibt 233 je Quadratkilometer.
Seit der Stilllegung der einstigen Bahnstrecke nach Aschaffenburg ist Höchst im Odenwald der nächste Bahnhof; nördlich grenzt die Gemeinde Lützelbach an.