Über die Postleitzahl 66646
Rund 25 Kilometer nördlich von Saarbrücken, im Südwesten des Landkreises St. Wendel, liegt die Gemeinde Marpingen im Prims-Blies-Hügelland. Sie entstand 1974 durch eine Gebietsreform aus den bis dahin eigenständigen Orten Marpingen, Urexweiler, Alsweiler und Berschweiler, die alle zur Postleitzahl gehören.
Überregional bekannt wurde der Ort, als dort und in einem nahen Wald Ende der 1870er Jahre angebliche Marienerscheinungen einen großen Pilgeransturm auslösten und in der Folge sogar die preußische Armee gegen einen vermeintlichen Volksaufstand einschritt. An diese Ereignisse erinnert bis heute eine 1932 im Härtelwald errichtete Kapelle. Im Ortszentrum wird eine barocke Marienskulptur aus dem 18. Jahrhundert in einer eigenen Kapelle mit Brunnenanlage aufbewahrt. Im Ortsteil Urexweiler entspringt die Ill, die durch die Gemeinde fließt und ein größeres Naturschutzgebiet entlang ihres Tals speist. Entlang der Gemeindegrenze zu einigen Nachbarorten stehen noch alte Grenzsteine, die einst das Fürstentum Nassau-Saarbrücken vom Herzogtum Pfalz-Zweibrücken trennten.
Ein erheblicher Teil der Gemeindefläche ist bewaldet. Auf 39,7 km² leben 10.241 Menschen, was einer Dichte von 258 je km² entspricht. Marpingen grenzt an die Postleitzahlgebiete von Illingen, Ottweiler, Eppelborn, Sankt Wendel, Tholey und Oberthal.