Über die Postleitzahl 66809
Nalbach liegt im Landkreis Saarlouis im Tal der unteren Prims, eines rechtsseitigen Nebenflusses der Saar, und deckt mit seinen vier Ortsteilen Nalbach, Piesbach, Körprich und Bilsdorf praktisch die gesamte Postleitzahl 66809 ab. Schon in der Bronzezeit führte ein Handelsweg von der Mosel zum Rhein durch das Tal und verband keltische Siedlungszentren mit ihren Fürstengräbern; die heutige Straßenachse durch Nalbach und Piesbach folgt noch immer dieser alten Linie.
Über dem Tal erhebt sich mit 414 Metern der Litermont, ein Zeugnis des permischen Vulkanismus im Saar-Nahe-Bergland und die höchste Erhebung der Gegend. Am Berg zeigt ein Skulpturenweg Holzarbeiten aus gefällten Pappeln, ein ehemaliger Westwallbunker beherbergt heute das Litermontmuseum mit angeschlossenem Geschichtspark, und ein Förderverein baute im Jahr 2000 die optische Telegrafenstation nach, die hier 1813 im Auftrag Napoleons Metz mit Mainz verband.
In Piesbach schmiedete Johannes Becker 1852 in der noch erhaltenen alten Schmiede das Kreuz für den Litermontgipfel; sein Sohn erneuerte es 1902 nach Sturmschäden. Körprich, erstmals 1327 erwähnt, trägt seinen Namen nach der dem Erzengel Michael geweihten Kapelle, während das benachbarte Bilsdorf als kleinster Ortsteil seit einer ersten Erwähnung 1152 unter wechselnden Schreibweisen wie Bullingestorf bekannt ist.
Nalbach zählt 9.240 Einwohnerinnen und Einwohner auf 22,4 km², das entspricht einer Dichte von 412 Einwohnern je Quadratkilometer. Über die Bundesautobahn 8 ist die Gemeinde an das Netz nach Luxemburg und Österreich angebunden, benachbart liegen Beckingen, Dillingen/Saar, Saarwellingen, Lebach und Schmelz.