Über die Postleitzahl 66822
Lebach im Landkreis Saarlouis liegt inmitten des flachwelligen Saar-Nahe-Berglands; die Postleitzahl 66822 deckt nahezu das gesamte Stadtgebiet mit seinen zahlreichen, bis 1973 selbstständigen Ortsteilen ab, darunter Niedersaubach, Gresaubach, Steinbach, Thalexweiler, Knorscheid und Landsweiler. Im Ortsteil Falscheid markiert ein Findling den geografischen Mittelpunkt des Saarlandes.
Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort um das Jahr 950 als Leibach in einem Wallfahrtsregister des Klosters Mettlach; der Name dürfte auf einen gallorömischen Gutshofnamen zurückgehen. Keltische Siedlungsspuren aus dem 3. Jahrhundert vor Christus sowie zwei römische Villen mit einem sogenannten Opferteich zeugen von einer deutlich älteren Besiedlung.
Gresaubach, bis 1973 eine eigenständige Gemeinde, war schon in der Altsteinzeit besiedelt und stand später unter dem Einfluss der keltischen Treverer – belegt durch die Nähe zum Hunnenring von Otzenhausen. Eine Urkunde von 1614 ordnet Landsweiler zusammen mit Lebach und Niedersaubach einer sogenannten Vierherrschaft zu, die sich Kurtrier, das Herzogtum Lothringen und die Herren von Hagen zur Motten teilten. In Thalexweiler löste 1902/03 eine Typhusepidemie große Not aus, vermutlich verbreitet über ein örtliches Gasthaus.
Lebach beherbergt ein Amtsgericht mit der einzigen Jugendarrestanstalt des Saarlandes und war bis 2015 Standort eines Fallschirmjägerbataillons mit rund 1200 Soldaten; alljährlich prägt die Lebacher Faasend mit Rathauserstürmung und Straßenumzug den Fastnachtskalender der Stadt. Auf 64,0 km² leben 19.446 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 304 je Quadratkilometer.