Über die Postleitzahl 66839
Schmelz liegt an der Prims im nordsaarländischen Berg- und Hügelland und gehört zum Landkreis Saarlouis. Die Gemeinde entstand 1937 und wuchs 1974 um die bis dahin selbstständigen Dörfer Dorf, Hüttersdorf, Limbach, Michelbach und Primsweiler; zusammen mit Außen und Bettingen zählt die Postleitzahl 66839 heute sieben Ortsteile.
Namensgeberin war die Bettinger Schmelz, eine Eisenhütte, die die französische Adelsfamilie de Lenoncourt 1686 an der Prims errichtete. Der Adelige erhielt von Ludwig XIV. die Erlaubnis, in seiner Herrschaft Dillingen samt Bettingen eine Hütte zu betreiben, die zeitweise mit zwei Öfen, einem Pochwerk und einer Gießerei für Haushaltsgegenstände arbeitete.
In der Alten Kirche von Limbach steht mit einem spätromanischen Turm der wohl älteste Bau im ganzen Landkreis Saarlouis, vergleichbar nur mit einem Turm im nahen Siersburg; im 15. Jahrhundert erhielt er ein gotisches Fenster und ein gotisches Gewölbe. Im Großen Horst wächst mit der Dicken Eiche ein rund 380 Jahre alter Baum, ein Relikt der bis etwa 1850 betriebenen Mittelwaldwirtschaft.
Michelbach, urkundlich erstmals 1036 als Michilenbach genannt, war reichsunmittelbar und ist heute eine reine Wohngemeinde in einem abseits der Prims gelegenen Seitental. Schmelz zählt 16.853 Einwohnerinnen und Einwohner auf 58,4 km², das ergibt eine Dichte von 288 je Quadratkilometer; die Bundesstraße 268 verbindet den Ort mit Saarbrücken und Trier.