Über die Postleitzahl 67150
Niederkirchen bei Deidesheim, eine Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Deidesheim im Landkreis Bad Dürkheim, deckt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl ab. Der Ort ist älter als sein heute bekannteres Nachbardorf: Als „Didinnes-chaime“ erstmals 699 in einer Urkunde des Klosters Weißenburg erwähnt, spaltete sich vermutlich im 13. Jahrhundert das heutige Deidesheim von ihm ab, woraufhin sich sein Name über Unterdeidesheim und Niederdeidesheim zum heutigen Niederkirchen wandelte. Der älteste Beleg für Weinbau am Ort stammt aus einer Urkunde des Klosters Fulda von 770. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort fast völlig entvölkert und erholte sich davon nur langsam.
Sein Wahrzeichen ist die katholische Pfarrkirche St. Martin, eines der ältesten christlichen Baudenkmäler der Pfalz: Ihr markanter romanischer Vierungsturm stammt aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts, die Kirche selbst wurde 1235 erstmals urkundlich erwähnt. Sportlich bekannt wurde der Ort durch seine Frauenfußballmannschaft, die 1992/93 Deutscher Meister wurde und sich später unter neuem Namen verselbständigte. Am letzten Juniwochenende feiert der Ort seit den 1970er-Jahren ein Weinfest rund um den Dorfplatz.
Auf 3,6 km² leben 2.284 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 627 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Deidesheim, Rödersheim-Gronau und Meckenheim.