Über die Postleitzahl 67297
Marnheim, volkstümlich als „Tor zum Zellertal“ bezeichnet, liegt im Donnersbergkreis und deckt fast allein die Fläche dieser Postleitzahl ab. Die Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden ist zuständig. Erstmals wird der Ort 774 im Lorscher Codex als Mawenheim genannt, Funde in der Umgebung deuten aber auf eine noch ältere Besiedlung hin. Während der Aufstände von 1849 setzte hier ein preußischer Prinz, der später als Kaiser Wilhelm I. regierte, seine Unterschrift unter die völkerrechtlich umstrittene Kriegszustandserklärung für die Rheinpfalz; der dabei genutzte Tisch ist im Heimatmuseum Kirchheimbolanden erhalten.
Prägend für das Ortsbild ist der Graue Turm, ein alleinstehender, einst zu einer Kirche gehörender Turm aus dem 16. Jahrhundert. Am Ortsrand erinnern die Überreste des 1945 gesprengten Pfrimmtalviadukts an die frühere Eisenbahnverbindung zwischen Zellertalbahn und Donnersbergbahn. Im Oktober 1940 wurden die jüdischen Bewohner des Ortes im Zuge der sogenannten Wagner-Bürckel-Aktion deportiert. Als westlicher Endpunkt führt der Zellertal-Radweg von hier bis nach Worms.
Die Postleitzahl zählt 1.707 Einwohnerinnen und Einwohner auf einer Fläche von 9,9 km², das entspricht 173 je Quadratkilometer. Marnheim liegt an der Pfrimm, die hier von links den Gerbach aufnimmt. Nachbarorte sind Bolanden, Göllheim und Albisheim.