Über die Postleitzahl 67310
Hettenleidelheim, nach der Landesplanung ein Grundzentrum der Verbandsgemeinde Leiningerland, bildet fast diese ganze Postleitzahl im Landkreis Bad Dürkheim; nur ein winziger Zipfel gehört noch zur Nachbargemeinde Wattenheim. Der Ort entstand aus zwei getrennten Dörfern, dem einstigen Hitenheim und dem einstigen Luttelheim, die im Mittelalter zunächst zum Besitz des Klosters Ramsen gehörten und nach dessen Auflösung 1485 an das Hochstift Worms fielen. Erst 1556 verfügte der Wormser Fürstbischof Dietrich von Bettendorf ihre kommunale Vereinigung unter einem gemeinsamen Dorfgericht; der endgültige Doppelname „Hettenleidelheim“ setzte sich aber erst 1828 durch.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts, besonders ab 1901 mit eigener Fabrik, prägte der Abbau hochfeuerfester Tonerden den Ort und lieferte Rohstoff für die Dirmsteiner Fayencen und die Steingutfabrik Grünstadt; nach dem Zweiten Weltkrieg kam dieser Wirtschaftszweig zum Erliegen. Der alte und der neue jüdische Friedhof stehen als Denkmalzonen unter Schutz. Von 1972 bis zur Fusion 2017 hatte die damalige Verbandsgemeinde Hettenleidelheim hier ihren Verwaltungssitz.
Die Postleitzahl zählt 3.081 Einwohnerinnen und Einwohner auf 5,0 km², das entspricht 610 je Quadratkilometer. Der Ort liegt am Rand des Pfälzerwald-Teilbereichs Stumpfwald, an der Wasserscheide zwischen Eisbach und Eckbach. Nachbarorte sind Eisenberg, Ramsen und Tiefenthal.