Über die Postleitzahl 67365
Am östlichen Rand des Gäus in der Rheinebene, zwischen Pfälzerwald und der Stadt Speyer, liegt Schwegenheim. Die Ortsgemeinde im Landkreis Germersheim gehört seit 1972 zusammen mit fünf weiteren Gemeinden der Verbandsgemeinde Lingenfeld an; durch den Ort fließt der Hainbach.
Zur Zeit der Eroberung Galliens durch Caesar siedelten in der Region die Triboker oder Wangionen, später bildete der Rhein die Ostgrenze der römischen Provinz Germania superior. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schwegenheim 985 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Weißenburg unter dem Namen Suaebechenheim. Vom 15. bis ins 18. Jahrhundert war der Ort gemeinherrlicher Besitz zwischen Hochstift Speyer und Kurpfalz, ehe er ab 1709 ungeteilt zur Kurpfalz gehörte. Von den 22 Kulturdenkmälern des Ortes ist eine 1751 errichtete protestantische Kirche das älteste erhaltene Gotteshaus.
Die Rheinebene begünstigt hier den Anbau von Radieschen, Salat, Kartoffeln, Erdbeeren und Spargel, im Herbst kommen Äpfel, Birnen und Kürbisse hinzu. Seit 2006 stehen zudem Windkraftanlagen auf der Gemarkung, 2019 kamen vier weitere hinzu. 3.129 Menschen leben auf 12,2 km², das ergibt 256 Einwohner je Quadratkilometer. Die Bundesstraßen 9 und 272 sowie mehrere Landesstraßen erschließen den Ort, nördlich verläuft der Radweg Vom Rhein zum Wein; Nachbarorte sind unter anderem Lingenfeld und Harthausen.