Über die Postleitzahl 67376
Westlich schließt sich an Harthausen das Gäu an; die Ortsgemeinde im Rhein-Pfalz-Kreis gehört der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen an, ein kleiner Anteil der Postleitzahl reicht zudem in die deutlich größere Gemeinde Römerberg. Gegründet wurde Harthausen im 9. oder 10. Jahrhundert von den Franken, erste urkundliche Erwähnung fand der Ort 1230 als Hardhusen.
Ab 1065 unterstand der Ort der weltlichen Herrschaft des Speyerer Hochstifts, und 1232 wurde in Harthausen das Kloster Heilsbruck gegründet, das wegen der ungünstigen Lage schon 1262 nach Edenkoben verlegt wurde. Zwischen 1801 und 1809 wirkte hier der spätere Domkapitular Franz Christoph Günther als Pfarrer; von den nach seinen künstlerisch tätigen Brüdern benannten Altären der 1871 abgerissenen alten Kirche blieb lediglich eine Kreuzigungsgruppe in einer Feldkapelle erhalten. Der Ort war lange für seinen Tabakanbau bekannt, an den heute noch ein erhaltener Tabakschuppen aus dem 19. Jahrhundert erinnert und dem jährlich im September das Tabakdorffest gewidmet ist.
Mitten durch die Bebauung fließt der Hainbach, während der Modenbach den nördlichen Siedlungsrand streift. 3.120 Menschen leben auf 8,4 km², das entspricht 373 Einwohnern je Quadratkilometer. Zwei Buslinien verbinden Harthausen im Stundentakt mit Speyer, Neustadt und Landau, dazu kommen der Radweg Vom Rhein zum Wein und ein Fernwanderweg. Nachbargemeinden sind unter anderem Schwegenheim und Gommersheim.