Über die Postleitzahl 67374
In der Vorderpfalz, wo der Nordosten der Gemarkung in den Speyerer Wald hineinragt, liegt Hanhofen. Die Ortsgemeinde im Rhein-Pfalz-Kreis gehört der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen an und wurde wahrscheinlich im 7. oder 8. Jahrhundert von den Franken gegründet; urkundlich erwähnt ist sie erstmals 1156 als Heinhoven.
Bereits Kaiser Otto II. unterstellte die Region der geistlichen Rechtsprechung von Speyer, und 1065 ging Hanhofen als Schenkung Heinrichs IV. an das dortige Hochstift über. Am Westende des Dorfes stand einst die Burg Marientraut, die Speyerer Bürger 1417 zerstörten, weil sie die bischöfliche Oberhoheit über den Ort bestritten; nach dem Wiederaufbau diente sie ab 1475 als bischöflicher Verwaltungssitz für die umliegenden Orte. Während der französischen Besetzung 1792 bis 1794 brannte die Anlage endgültig nieder. Von den 14 Kulturdenkmälern des Ortes ist die St.-Martin-Kirche das bekannteste.
Durch die Gemeinde fließt der Speyerbach, der von rechts den Kropsbach aufnimmt, kurz darauf zweigt links der Woogbach ab. 2.641 Menschen leben auf 5,8 km², das ergibt eine Dichte von 457 Einwohnern je Quadratkilometer. Die Bundesstraße 39 verläuft als Ortsumgehung nördlich der Bebauung, die Buslinie 507 verbindet Hanhofen mit Neustadt und Speyer. Zu den Wohnplätzen zählen Eichenhof und Peterhof, Nachbargemeinden sind unter anderem Dudenhofen und Harthausen.