Über die Postleitzahl 69151
Zehn Kilometer neckaraufwärts von Heidelberg liegt Neckargemünd, das mit seinen Stadtteilen Dilsberg, Mückenloch und Waldhilsbach die Postleitzahl 69151 im Rhein-Neckar-Kreis bildet. 988 taucht der Ort unter dem Namen Gmundi erstmals in einer Urkunde auf, und um 1230 machte ihn König Heinrich zur freien Reichsstadt; 1330 verpfändete Kaiser Ludwig sie an den pfälzischen Kurfürsten, der 1346 das Gericht der Meckesheimer Zent an diesen Ort verlegen ließ. Mit der Eingliederung ins pfälzische Territorium 1395 verlor der Ort den Reichsstadtstatus, erhielt aber 1466 das Marktrecht. Im Zweiten Weltkrieg wurde, anders als Heidelberg, vor allem die Bahnstrecke bombardiert; ein Volltreffer im Herbst 1944 zerstörte dabei das Deutsche Haus nahe dem Bahntunnel.
Dilsberg, seit 1973 Stadtteil, thront mit seiner Bergfeste auf der Kuppe eines vom Neckar umflossenen Berges; Funde wie eine Honorius-Goldmünze deuten auf eine frühere römische Signalstation. Die 1208 erstmals erwähnte Burg wurde 1347 zur Stadt erhoben, 1621 von Tilly belagert und kapitulierte im Jahr darauf, ehe sie später zeitweise als Karzer für Heidelberger Studenten und als Steinbruch diente. Mückenloch, seit 1975 eingemeindet, geht auf eine Rodungssiedlung des 11. oder 12. Jahrhunderts zurück und wurde 1273 erstmals als Muegenloch genannt; im ebenfalls angegliederten Waldhilsbach, ursprünglich nur Hilsbach, ist die erste Erwähnung von 1312 überliefert.
Die 26,1 km² der Postleitzahl tragen laut Zensus 13.075 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 501 je Quadratkilometer. Die Stadt liegt an Burgenstraße, Neckartal-Radweg und Neckarsteig und grenzt an die Gemeinden Schönau, Wiesenbach und Bammental.