Über die Postleitzahl 69214
Eppelheim, im Dialekt Eppele genannt, grenzt unmittelbar an Heidelberg und bildet mit einem schmalen Ausläufer der Nachbarstadt die Postleitzahl 69214. Funde aus Jungsteinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Römerzeit und frühem Mittelalter zeigen eine sehr frühe Besiedlung des Gebiets; urkundlich erwähnt wird der Ort 770 als Ebbelenheim im Lorscher Codex. Ab dem 11. Jahrhundert war Eppelheim ein kleines kurpfälzisches Dorf, dessen niedere Gerichtsbarkeit ein eigenes Ortsgericht ausübte – aus dessen Siegel entwickelte sich 1895 das heutige Gemeindewappen. Weil französische Truppen den Ort am 28. Januar 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg niederbrannten, blieb die Bevölkerung bis ins 18. Jahrhundert klein und wuchs erst danach stetig.
1973 sollte Eppelheim im Zuge der Kreisreform, ebenso wie die damals noch selbstständige Gemeinde Ziegelhausen, als Stadtteil nach Heidelberg eingemeindet werden; die Bewohner wehrten sich dagegen erfolgreich, auch gestützt auf die gute Infrastruktur und Wirtschaftslage des Orts. 1998 erhob das Land Eppelheim schließlich selbst zur Stadt. In der Region ist der Ort bis heute als Maurerdorf bekannt, weil seit dem durch den Heidelberger Bauboom ausgelösten Aufschwung ab 1870 überdurchschnittlich viele Einwohner als Maurer arbeiteten; daneben wurde über Jahrhunderte Tabak angebaut. Wahrzeichen der Stadt ist der 1907 fertiggestellte, 47,6 Meter hohe Wasserturm mit seinem 220 Kubikmeter fassenden Sammelbehälter.
Auf den 5,7 km² der Postleitzahl zählt der Zensus 15.612 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 2.747 je Quadratkilometer. Eppelheim grenzt im Osten an die Heidelberger Stadtteile Wieblingen und Kirchheim, im Westen an Schwetzingen und Plankstadt.