Über die Postleitzahl 69124
Den Südwesten Heidelbergs deckt die Postleitzahl 69124 mit dem Stadtteil Kirchheim ab, ein kleiner Rand reicht zudem in den Pfaffengrund. Ausgrabungsfunde aus der jüngeren Steinzeit – Gefäße, eine Steinaxt, ein Steinmeißel – belegen eine frühe Besiedlung durch Linearbandkeramiker und Schnurkeramiker, ergänzt um Hinweise auf eine neckarsuebische Siedlung. Der Name Chirichheim erscheint 767 im Lorscher Codex als erste urkundliche Erwähnung; zerstört wurde der Ort danach gleich zweimal, im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg, ehe es 1920 nach Heidelberg eingemeindet wurde. Seit die Straßenbahnlinie 26 wieder verkehrt, ist die frühere Hauptverkehrsstraße verkehrsberuhigt und beherbergt ein dichtes Netz kleiner Geschäfte.
Im Süden des Stadtteils lag bis 2013 das Patrick-Henry-Village, eine zwischen 1952 und 1955 für US-Militärangehörige errichtete Wohnsiedlung, benannt nach dem amerikanischen Politiker Patrick Henry; das Gelände wird künftig als eigener, 16. Heidelberger Stadtteil geführt. Südlich davon liegt die kleine Bauernsiedlung Neurott, die 1938 als sogenannte Neubauernsiedlung mit elf Erbhöfen entstand, an deren Planung der Soziologe Ludwig Neundörfer beteiligt war. Der Weiler Pleikartsförster Hof wiederum reicht mit seinen ersten Erwähnungen als Bliggersforst bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück.
Auf den 16,0 km² der Postleitzahl kommen nach dem Zensus 18.493 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 1.159 je Quadratkilometer. Nach Süden grenzt die Gemeinde Leimen an, nach Westen die Gemeinde Eppelheim.