Über die Postleitzahl 69123
Im äußersten Westen Heidelbergs, am linken Neckarufer, liegen die Stadtteile Wieblingen und Pfaffengrund, die zusammen die Postleitzahl 69123 bilden; dazu kommen die kleinen Siedlungen Grenzhof und Hessenhöfe. Wieblingen wurde 767 als Wibilinga im Zuge einer Schenkung an das Kloster Lorsch erstmals urkundlich genannt. Die namensgebende Bühlersche Mühle geriet 1558 im Zuge der Reformation vom kirchlichen in kurfürstlichen Besitz, wurde im Pfälzischen Erbfolgekrieg niedergebrannt, 1728 wiederaufgebaut und sechzig Jahre später durch einen schweren Eisgang samt Hochwasser erneut beschädigt. Nach der Eingemeindung 1920 wurde der Elisabeth-von-Thadden-Platz zum Ortszentrum; die Namensgeberin war Reformpädagogin und Widerstandskämpferin und gründete 1927 die gleichnamige Schule im Ort.
Der Pfaffengrund entstand erst in den 1920er Jahren als genossenschaftliches Wohnviertel im Stil einer Gartenstadt auf zuvor reinem Ackerland; bis an die heutige Autobahn zur Nachbargemeinde Eppelheim wuchs die Siedlung mit ihrem bis heute höchsten Grünflächenanteil aller Heidelberger Stadtteile. Woher der mittelalterliche Flurname Pfaffengrund stammt, ist trotz des Namens ungeklärt – Kirchenbesitz spielte hier eher eine untergeordnete Rolle. Zum Stadtteil Wieblingen zählt außerdem der Weiler Grenzhof, schon 771 als Grenesheim im Lorscher Codex erwähnt und später als Grangie des Klosters Schönau bewirtschaftet.
Die Postleitzahl misst 17,3 km² und zählt laut Zensus 18.406 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 1.065 je Quadratkilometer. Westlich beginnt bereits Mannheimer Stadtgebiet, südlich die Gemeinde Eppelheim.