Über die Postleitzahl 69231
Am Ausgang des Angelbachtals in den Oberrheingraben liegt die Stadt Rauenberg, die zusammen mit ihren Stadtteilen Rotenberg und Malschenberg die Postleitzahl 69231 bildet. Rauenberg selbst wird 1303 erstmals urkundlich genannt, geht aber auf zwei ältere mittelalterliche Siedlungen zurück: Ruhenberg, dessen Name sich vom mittelhochdeutschen Wort für dichtes Gebüsch oder Wald ableitet, und das schon im 10. Jahrhundert besiedelte Wederswilre. 1972 schlossen sich Rotenberg und wenig später Malschenberg freiwillig der Stadt an, nachdem sich ihre Bürger jeweils gegen eine Eingemeindung in andere Nachbargemeinden entschieden hatten. Seit 1986 zeigt das Winzermuseum im ehemaligen fürstbischöflichen Schloss Exponate zu Weinbau und dörflichem Leben, darunter das Original des Rauenberger Bildstöckel; die Stadt zählt bis heute zu den größten Weinbaugemeinden Nordbadens. In der nahen Tongrube Unterfeld wurden zudem zwei über 30 Millionen Jahre alte Kolibri-Fossilien entdeckt, die als die weltweit ältesten ihrer Art gelten und heute im Naturkundemuseum Karlsruhe zu sehen sind.
Rotenberg, erstmals 1213 erwähnt, war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts eine rein landwirtschaftliche Gemeinde, in der neben Getreide über lange Zeit auch Tabak, Hopfen und vor allem Wein angebaut wurden; die Industrialisierung setzte erst mit der Eröffnung des Wieslocher Werks der Heidelberger Druckmaschinen 1957 ein. Malschenberg, an der Flanke des Letzenbergs zur Rheinebene hin gelegen, geht der Überlieferung nach auf Bauern aus dem benachbarten Malsch zurück, die sich hier ihren fruchtbaren Feldern nahe Unterschlupf bauten; 1801 beantragten die Bewohner wegen zu hoher Abgaben die Trennung vom Hauptort, die nach der Säkularisation schließlich 1812/13 vollzogen wurde.
Auf den 11,1 km² der Postleitzahl zählt der Zensus 8.729 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 787 je Quadratkilometer. Rauenberg grenzt an Wiesloch, Dielheim und Mühlhausen.