Über die Postleitzahl 69254
An der nordwestlichen Ecke des Kraichgaus, südlich von Wiesloch und Walldorf am Fuß des 244 Meter hohen Letzenbergs, liegt die Weinbaugemeinde Malsch im Rhein-Neckar-Kreis. Erstmals erwähnt wurde der Ort 783 im Lorscher Codex als Malschen, spätere Jahrhunderte brachten wiederholt Zerstörung: 1525 im Bauernkrieg, der auf dem Letzenberg begann, 1622 durch Tilly im Dreißigjährigen Krieg und erneut 1689 und 1693 durch französische Truppen unter General Mélac.
Über 500 Jahre gehörte Malsch zum Hochstift Speyer, ehe der Ort 1803 badisch wurde. An den Südhängen des Letzenbergs liegen bis heute ausgedehnte Rebflächen, vor allem mit Müller-Thurgau, Weißburgunder, Ruländer und Spätburgunder bestockt. Die Barockkirche St. Juliana von 1771/72 brannte in der Nacht des 23. Juni 1972 bis auf die Außenmauern nieder. Am westlichen Ortsrand produziert ein Tonwerk unter mehreren Markennamen Dachziegel und Ziegelsteine, die über die Region hinaus bekannt sind.
Im Postleitzahlgebiet 69254 leben 3.363 Einwohnerinnen und Einwohner, die Fläche beträgt 6,7 km² bei einer Dichte von 498 Einwohnern je Quadratkilometer. Die Bundesstraße 3 führt am Ort vorbei, zur A 6 sind es rund drei Kilometer, und über den Bahnhof Rot-Malsch besteht Anschluss an die S-Bahn RheinNeckar.
Nachbargemeinden sind Rauenberg, Mühlhausen und Sankt Leon-Rot.